Achtsamkeit

 
Für viele Menschen ist die Komplexität unserer Realität zu einem Problem geworden. Die Folgen sind Stress oder ein gewisser Autopiloten-Modus. Diverse Studien belegen, dass auf diese Art wichtige Schlüsselqualifikationen leiden oder gar ganz verkümmern. Zweifellos ist Achtsamkeit (engl. mindfulness) zu einem zeitgemäßen Buzzword geworden. Wer sich allerdings fragt, was Achtsamkeit genau bedeutet, der wird feststellen, dass den meisten eine genaue Definition schwerfällt: Der Begriff wird oft sehr individuell ausgelegt oder gar ausschließlich mit Esoterik oder Religion verbunden. Verkürzt geht es bei der Achtsamkeit jedoch vor allem um ein Training der eigenen Aufmerksamkeit und ein Sich-Einlassen auf den gegenwärtigen Moment in einer nicht-wertenden Haltung.
 
Es gibt allerdings noch weitere Aspekte: Die Anwendung von Achtsamkeit erhöht die Fähigkeit zur Selbstreflexion, den Zugang zur eigenen Kreativität, die Begabung, eigene Gefühle wahrzunehmen – all das belegen wissenschaftliche Studien. Ebenfalls ist bekannt, dass das Gehirn sich wie ein Muskel trainieren lässt. So verändert sich also die Zellstruktur im Gehirn, je nachdem ob ich unter Stress leide oder eben eine achtsame Haltung einnehme.
 
Achtsamkeit kann Menschen außerdem helfen, belastende und emotional anspruchsvolle Berufe auszuüben sowie Kompetenzen wie Entscheidungsfähigkeit, Mitgefühl, Führungsstärke und Kommunikationsfähigkeit zu stärken. In einer sich schnell wandelnden Welt und im Hinblick auf die damit einhergehenden Herausforderungen können solche Fähigkeiten essenziell sein.
 
In meiner Arbeit fließen Elemente der Achtsamkeit ein. Je nach Fragestellung konzentrieren wir uns hier auf praktische Übungen oder ein theoretisches Verständnis einer achtsamen Haltung.