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Komplexität, Leistungsverdichtung und Beschleunigung nehmen im heutigen Arbeitsalltag immer stärker zu – für viele Mitarbeiter wird das zum Problem. Die Folgen: Stress oder ein gewisser Autopiloten-Modus. Diverse Studien belegen, dass auf diese Art wichtige Schlüsselqualifikationen leiden oder gar ganz verkümmern.

Hier kommt das Prinzip der Achtsamkeit ins Spiel. Zweifellos ist Achtsamkeit (engl. mindfulness) zu einem zeitgemäßen Buzzword geworden. Wer sich allerdings fragt, was Achtsamkeit genau bedeutet, der wird feststellen, dass den meisten eine genaue Definition schwerfällt: Der Begriff wird oft sehr individuell ausgelegt oder gar ausschließlich mit Esoterik oder Religion verbunden. Verkürzt geht es bei der Achtsamkeit jedoch vor allem um ein Training der eigenen Aufmerksamkeit und ein Sich-Einlassen auf den gegenwärtigen Moment in einer nicht-wertenden Haltung.

Es gibt allerdings noch weitere Aspekte: Die Anwendung von Achtsamkeit erhöht die Fähigkeit zur Selbstreflexion, den Zugang zur eigenen Kreativität, die Begabung, eigene Gefühle wahrzunehmen – all das belegen wissenschaftliche Studien. Achtsamkeit kann Menschen außerdem helfen, belastende und emotional anspruchsvolle Berufe auszuüben sowie Kompetenzen wie Entscheidungsfähigkeit, Führungsstärke und Kommunikationsfähigkeit zu stärken. Solche Fähigkeiten können in einer sich schnell wandelnden Welt und im Hinblick auf die sich daraus ergebenden Herausforderungen essenziell sein.

Die Digitalisierung verlangt von uns, dass wir uns neuen Denkweisen öffnen. Vor diesem Hintergrund sollen das Konstrukt der Achtsamkeit und die Interventionen näher beschrieben sowie Impulse für eine Umsetzung im Alltag gesetzt werden.